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Du möchtest reisen, aber bist in einem Arbeitsverhältnis? Wir zeigen dir deine Möglichkeiten.
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Du möchtest reisen, aber bist in einem Arbeitsverhältnis? Wir zeigen dir deine Möglichkeiten.
Veröffentlicht am: 18. Mai 2022
Reiseplanung
8 Minuten Lesezeit

7 Möglichkeiten, wie du trotz Arbeit eine lange reisen kannst

Endlich ist die Entscheidung gefallen: Der Reisetraum wird verwirklicht! Es wird fleißig geplant, unzählige Blogs durchwühlt und haufenweise Inspirationen auf Instagram und YouTube geholt. Viele Orte müssen besucht und Abenteuer erlebt werden! Aber Moment mal... Wer hat denn bitte so viel Zeit?

  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die du Arbeit und Reisen unter einen Hut bekommen kannst
  • Viele Unternehmen stehen neueren Erscheinen wie Sabbaticals offen gegenüber
  • Mach dir keine Sorgen um deine berufliche Zukunft - wir kennen niemanden, der damit Probleme hatte

Du bist noch mitten im Studium?! Auf der Arbeit seid ihr so ein tolles Team?! Jetzt kannst du doch nicht so einfach weg?! Oder? Und wie lange soll die Reise überhaupt dauern? Sechs Monate? Ein Jahr? Auf unbegrenzte Zeit? Solange kannst du dir ja nicht einfach Urlaub nehmen...

...und ob! Naja, nicht unbedingt Urlaub, aber um deinen Traum zu erfüllen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Je nachdem, wie deine aktuelle Lebenslage aussieht und wie lange deine Reise dauern soll, gibt es verschiedene Varianten. Also, schauen wir uns diese Möglichkeiten mal genauer an! Weiter unten zeigen wir dir dann, wie wir es gemacht haben.

1. Sabbatical

Wenn dir der Schritt zur Kündigung zu groß ist, ist ein Sabbatical eine sehr gute Möglichkeit zum Reisen. Bei einem Sabbatical behältst du deine Arbeit während deiner Abwesenheit - ohne in dieser Zeit zu arbeiten! Je nachdem, für welches Modell du dich gemeinsam mit deinem Arbeitgeber entscheidest, bekommst du in dieser Zeit sogar Gehalt.

1. Möglichkeit

Du sammelst vor deiner Reise Überstunden und Urlaubstage, die dann während deines Sabbaticals eingesetzt werden. Während deiner Reise bekommst du also ganz normal dein Gehalt weiterbezahlt. Allerdings musst du im Vorfeld schon sehr viel Arbeit leisten, was nicht immer so leicht ist.

2. Möglichkeit

Hier bekommst du vor dem Sabbatical einen gewissen Prozentsatz deines Gehaltes ausbezahlt und den Rest währenddessen. Zum Beispiel bekommst Du ein Jahr lang 60% deines Monatsgehaltes ausbezahlt. Während deines Sabbaticals bekommst du die restlichen 40%. Das ist praktisch, weil sich deine Reisekassa während der Reise immer wieder etwas füllt. Allerdings hast du in der Zeit davor weniger Geld zu Verfügung, was schwierig werden kann.

Ein Sabbatical muss natürlich mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden, der dabei auch zustimmen muss. Auf welche Variante ihr euch einigt, hängt von deinem Arbeitgeber und dir ab. Setzt euch am besten einfach zusammen und geht die verschiedenen Möglichkeiten gemeinsam durch. Ein Sabbatical ist zeitlich begrenzt und die maximale Zeit beträgt 1 Jahr. Danach gehst du ganz normal in deinen Beruf zurück. Ein Sabbatical ist eine beliebte Möglichkeit für Reisende, weil es dir zusätzliche berufliche Sicherheit bietet.

Rechtliche Grundlagen findest du hier:

2. Freistellung

Gleich wie beim Sabbatical, hast du auch hier berufliche Sicherheit. Eine Freistellung unterscheidet sich zum Sabbatical in einem großen Punkt: Du bekommst kein Geld. Du bleibst weiterhin angestellt und kommst nach der vereinbarten Zeit zurück in deinen Job. Während deiner Abwesenheit musst du allerdings von deinem Ersparten leben.

Bei einer Freistellung ist auch zu beachten, dass währenddessen keine Sozialleistungen vom Arbeitgeber bezahlt werden und du selbstständig in eine Rentenkasse einzahlen musst, wenn du das willst. Eine Freistellung ist super für alle, die gerne wieder zurück in ihren Beruf möchten und auch Arbeitgeber sind oft aufgeschlossen. Sollte dein Arbeitgeber also "Nein" zu einem Sabbatical sagen, kannst du ihn vielleicht mit einer Freistellung umstimmen.

Bei einem längeren Auslandsaufenthalt musst du dich selbst um deine Krankenversicherung kümmern. Im Falle eines Unfalles reicht deine normale Versicherung nämlich nicht aus.

3. Kündigung

Die wohl größte Freiheit von allem - aber auch ein sehr schwieriger Schritt. „Ich kündige“ - und zack! Nun gibt es absolut keinen Zeitstress mehr auf deiner Reise. Du musst nicht in einem Jahr (oder ein paar Monaten) wieder zurück sein. Du kannst solange auf Reisen sein, wie es für dich und deinen Geldbeutel passt. Der Schritt zur Kündigung ist ein großer und nicht für Jeden so leicht möglich.

Schnell taucht die Frage auf, wie das wohl werden wird, wenn man wieder zurück ist. Hast du keine Bedenken, wieder einen Job zu finden, ist das die beste Möglichkeit um Zeit für eine Reise zu gewinnen. Wenn du dir Sorgen um eine „Lücke im Lebenslauf“ machst: Normalerweise ist eine Reise kein Problem bei der erneuten Arbeitssuche.

Wie Du schon ahnst, hat eine Kündigung natürlich auch Nachteile: In dieser Zeit gibt es keine Zahlungen in deine Rentenkasse, wenn du dich nicht selbst darum kümmerst. Außerdem wird dir bei einer Kündigung für einige Wochen der Arbeitslosenbezug verweigert, wenn es sich nicht um eine einvernehmliche Kündigung handelt. Nach deiner Reise (oder schon währenddessen) musst du dich wieder um einen neuen Arbeitsplatz umsehen. Der größte Vorteil ist allerdings die absolute Freiheit und die Möglichkeit, sich die Welt im eigenen Tempo ansehen zu können. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich!

4. Zeit zwischen zwei Jobs

Vielleicht bist du gerade dabei, deinen aktuellen Arbeitsplatz zu wechseln oder denkst schon längere Zeit darüber nach. Versuche, den Start deines neuen Jobs um ein paar Monate nach hinten zu verlegen oder beende deine aktuelle Arbeit ein wenig früher. Du kannst auch ganz gezielt nach einer Stelle suchen, die erst in ein paar Monaten oder einem Jahr belegt wird.

Die Zeit zwischen dem alten Job und dem neuen Job kannst du für deine Reise nutzen und hast die Sicherheit, gleich wieder eine fixe Stelle zu haben, wenn du wieder zurück bist. Während deines Auslandsaufenthalts gelten die gleichen Regeln (Versicherung etc.) wie bei einer Kündigung, da du zu diesem Zeitpunkt nicht angestellt bist.

Über diese Möglichkeit kannst du auch nachdenken, wenn dein Arbeitgeber keinem Sabbatical oder einer Freistellung zustimmt. Mach dich auf die Suche nach einer Stelle, die erst in ein paar Monaten oder in einem Jahr belegt wird. So musst du zwar deine Arbeit kündigen, hast aber trotzdem die berufliche Sicherheit, wenn du wieder zurück kommst.

5. Auszeit nach dem Studium

Du wirst bald mit deinem Studium fertig? Perfekt! Jetzt steht es dir komplett frei, welchen Weg du als nächstes einschlägst. Mittlerweile entscheiden sich Viele nach dem Studium für eine Auszeit, bevor sie sich ins Arbeitsleben stürzen. Gerade einen Lebensabschnitt beendet und die Möglichkeit den nächsten ganz frei zu gestalten. Einen perfekteren Zeitpunkt gibt es fast nicht!

6. Elternzeit

Die Einen sagen: „Mit Kindern reisen? Das geht nicht!“ Die Anderen machen es einfach! Ja, auch mit Kindern kann man reisen! Man muss nicht warten, bis die Kinder groß sind und man endlich in der Pension ist, um Zeit dafür zu haben. Auch die Elternzeit kann dafür verwendet werden, für eine längere Zeit unterwegs zu sein und sich die Welt anzusehen.

Wir haben damit zwar selbst noch keine Erfahrung, aber schon sehr viele Reisende mit Kindern kennengelernt. Manche starten mit ihrem sechs Monate alten Baby eine Van-Reise oder bringen ihr Kind sogar unterwegs auf die Welt. In Guatemala haben zwei junge Eltern mit ihrer sechs Monate alten Tochter sogar die schwierige Vulkanbesteigung auf den Acatenango mit uns gemeinsam gemacht.

Während der Elternzeit ist es erlaubt, sich länger im Ausland aufzuhalten und auf Reisen zu sein. Wenn gewisse Kriterien erfüllt werden, besteht auch Anspruch auf das Elterngeld in dieser Zeit. Diesen Schritt sind schon sehr viele vor dir gegangen und haben bewiesen, dass man sehr wohl mit Kindern (Ja! Mehrzahl!) sehr gut reisen kann.

7. Selbstständigkeit als digitaler Nomade

Als digitaler Nomade arbeitest du online und bist nicht an einen Arbeitsort gebunden. Heutzutage ist das von vielen Menschen ein Traum. Am Strand zu sitzen und ein wenig am Laptop arbeiten sieht in den sozialen Netzwerken immer nach dem Paradies aus. Diese Vorstellung hat allerdings wenig mit der Realität zu tun.

Wenn du deinen Arbeitsplatz als Angestellter oder Selbstständiger frei wählen kannst, kannst du deine Arbeit mit dem Reisen verbinden. Deine Arbeitstage am Strand werden allerdings gering ausfallen, weil du wegen der Sonne einfach nichts sehen kannst. Die Hitze macht das Arbeiten auch nicht unbedingt leichter und dann sind ja auch noch Probleme mit Strom, Internet, etc...

Wie du dir seine Arbeitszeiten einteilst, hängt von dir und den Anforderungen deines Arbeitgebers ab. Wenn du in einer Teilzeitbeschäftigung nur zwei Tage in der Woche arbeitest, hast du die restliche Woche Zeit zum Reisen. Oder du arbeitest jeden Tag ein paar Stunden und hast den Nachmittag und am Wochenende Zeit. Wie so eine Vereinbarung aussehen kann, ist von Job zu Job unterschiedlich und auch nicht in allen Branchen möglich.

„Homeoffice“ ist zur Zeit sowieso ein Trend und da wäre es im Grunde egal, ob du in deinem Wohnzimmer zuhause oder in einem Cafè in Vietnam sitzt - solange du halt deine Aufgaben erledigst. Die Corona Pandemie hat ja gezeigt, dass man nicht unbedingt im Büro sitzen muss, um gute Arbeit zu leisten. Du kannst deinem Arbeitgeber auch eine 4-wöchige Probezeit vorschlagen, wo ihr einfach mal austestet, ob es klappt.

Fakt ist: Nicht nur Blogger und Influencer haben einen flexiblen Arbeitsplatz. Mittlerweile gibt es unzählige Möglichkeiten für ortsunabhängiges Arbeiten und du wirst auf deiner Reise sehr viele Gleichgesinnte finden. Und wenn du noch nicht in so einem Bereich arbeitest, kannst du heute damit beginnen, dich näher über Onlinejobs zu informieren. Es ist für Jeden etwas dabei!

So haben es wir gemacht

Pia

Nach meiner Ausbildung habe ich ein Jahr gearbeitet. Im Laufe des Jahres wurde die Idee einer Weltreise immer realer und wir haben beschlossen, fix loszuziehen. Daraufhin habe ich meinen Job gekündigt, war aber noch bis kurz vor der Reise angestellt.

Ein Sabbatical für ein Jahr zu nehmen, stand für mich nur ganz kurz zur Wahl. Patrick und ich wollten uns aber auf der Reise so viel Zeit nehmen, wie wir brauchen und dann stand die Entscheidung auch recht schnell fest, kein Sabbatical zu machen. Dieser Schritt ist nicht für Jeden etwas, aber für mich war es die beste Entscheidung!

Patrick

Ich habe vor der Reise als Selbstständiger gearbeitet. Ein paar Monate vor der Reise begann ich, meine Arbeitszeit zu reduzieren. Da ich aber auch während der Reise einzelne Aufträge annahm, blieb ich einfach selbstständig und erledigte alles von unterwegs. Wichtig war, dass ich einen Onlinezugang für wichtige Behördengänge und ein elektonisches Postfach hatte.

Fazit

Wir wollten aufs Ganze gehen! Man nimmt sich schließlich nicht jede Woche vor, eine Weltreise zu machen und wenn schon, dann ordentlich! Und zwar mit der größten Freiheit die es gibt - das war das wunderbare auf unserer Reise! Wenn wir wo länger bleiben wollten, dann haben wir das einfach gemacht.

Niemals mussten wir uns denken: „Ja, aber das geht sich zeitlich nicht mehr aus.“ Und dieses Gefühl haben wir so genossen und möchten es um nichts in der Welt eintauschen. Stress ist mittlerweile etwas so allgegenwärtiges geworden, dass es schwer ist, sich das Leben mal ohne vorzustellen. Keine Termine, keine Zeitvorgaben, keine Deadlines - schwer vorstellbar, oder? Aber genau das wollten wir und wir würden es jederzeit wieder so machen!

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